Großsporthalle: Keine Vertagung ins nächste Jahrzehnt

Sophie Sommer, sportpolitische Sprecherin Sophie Sommer, sportpolitische Sprecherin

„Wir dürfen das Projekt Großsporthalle nicht weiter verzögern. Jetzt noch mal drei Jahre bis zu einer Ratsentscheidung zu warten, wäre ein Rückschritt für Bochum. Und im schlimmsten Fall drohen den SparkassenStars Lizenzverlust und Zwangsabstieg. Für unsere Bochumer Zweitliga-Basketballer ist die Halle überlebenswichtig.“ So reagiert die sportpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion Sophie Sommer auf den Vorstoß von SPD und Grünen, das Thema erst einmal nicht weiter voranzutreiben. In ihrem Ratsantrag zu den Zielen für den Haushalt fordern Bochums Sozialdemokraten und Grüne, dass „die Frage zum Bau einer neuen Großsporthalle […] frühestens 2029 zur Entscheidung im Rat der Stadt Bochum gestellt werden“ soll.

„Die CDU“, sagt Sophie Sommer, „hat jahrelang für diese Halle gekämpft. Der Spitzensport braucht sie, im Schulsport könnte man ganz neue Angebote machen. Mit dem Standort an der Castroper Straße liegt eine tragfähige Perspektive auf dem Tisch. Auch die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie wurden parteiübergreifend positiv aufgenommen. Der Kirmesplatz bietet laut Gutachter alle Möglichkeiten. Eine moderne Halle mit LED-Glasboden und Teleskoptribünen ist genau das, was den SparkassenStars eine angemessene Perspektive bietet. Wir wollen die wichtigste Entscheidung über die Zukunft des Sportstandorts Bochum nicht ins nächste Jahrzehnt verschieben!“

Im Haushaltpapier der CDU für die Ratssitzung am Donnerstag (14 Uhr, RuhrCongress) findet sich ebenfalls eine Passage zur Sporthalle, dort heißt es: „Eine moderne Sporthalle bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für Spitzensport, Schulsport, Vereinssport, Breitensport sowie kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen. Bochum benötigt dringend zusätzliche Sportinfrastruktur, um den steigenden Bedarf durch Schulen und Sportvereine zu decken. Eine multifunktionale Halle ermöglicht flexible Nutzung, effizientere Belegung und eine langfristige Sicherung der Sportinfrastruktur. Die genauen Kosten für Planung, Bau und Betrieb sollen im Rahmen der weiteren Bearbeitung und der Haushaltsberatungen detailliert ermittelt werden. Ziel ist eine bedarfsorien¬tierte Finanzierung unter Berücksichtigung möglicher Fördermittel und Einsparpotenziale.“