Mehr Gymnasialplätze schaffen – das elfte Gymnasium wird zur dringenden Notwendigkeit
Die aktuelle Berichterstattung über abgelehnte Schülerinnen und Schüler an Bochumer Gymnasien bestätigt aus Sicht der CDU-Ratsfraktion in aller Deutlichkeit den akuten Handlungsbedarf in der städtischen Schulentwicklungsplanung. Wie aus den jüngsten Medienberichten hervorgeht, konnte zahlreichen Kindern trotz entsprechender Empfehlung kein Platz an ihrem Wunsch-Gymnasium zugewiesen werden. Teilweise werden sie nun Schulen zugewiesen, die mit erheblich längeren Schulwegen verbunden sind und Familien organisatorisch vor große Herausforderungen stellen.
Dazu erklärt der schulpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion Dr. Sascha Dewender: „Diese Entwicklung ist nicht hinnehmbar. Wenn Kinder keinen Platz an einem Gymnasium in Wohnortnähe erhalten und stattdessen quer durch das Stadtgebiet pendeln müssen, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass die vorhandenen Kapazitäten nicht ausreichen. Die Leidtragenden sind die Familien – und vor allem die Kinder.“
Die CDU hat immer wieder auf die steigenden Anmeldezahlen und die zunehmende Nachfrage nach Gymnasialplätzen hingewiesen. Die aktuelle Situation verschärfe diesen Befund noch einmal erheblich. „Spätestens jetzt wird klar: Unsere Forderung nach der Errichtung eines elften Gymnasiums in der Innenstadt ist nicht nur berechtigt, sondern dringend umzusetzen. Die Planungen dürfen nicht weiter aufgeschoben werden“, so Dewender.
Besonders wichtig sei dabei die Standortfrage. Aus Sicht der CDU müsse ein zusätzliches Gymnasium möglichst innenstadtnah entstehen. „Gerade in der Innenstadt und den angrenzenden Stadtteilen ist der Druck auf die bestehenden Gymnasien enorm. Ein neuer Standort in zentraler Lage würde für spürbare Entlastung sorgen und gleichzeitig kürzere Schulwege für viele Kinder ermöglichen“, sagt der CDU-Schulpolitiker.
Zugleich fordert Sascha Dewender eine transparente und zügige Auswertung des aktuellen Anmeldeverfahrens: „Die Eltern haben ein Recht darauf zu erfahren, wie viele Kinder tatsächlich keinen Platz an ihrer Wunsch-Schule erhalten haben und welche Kriterien bei der Verteilung angewendet wurden. Daraus müssen schnell Konsequenzen gezogen werden. Bochum ist eine wachsende Stadt. Eine vorausschauende Schulpolitik muss diesem Wachstum gerecht werden. Wir dürfen nicht zulassen, dass Bildungswege durch fehlende Plätze eingeschränkt werden. Jetzt ist entschlossenes Handeln gefragt!“