Gegen E-Scooter-Wildwuchs
Es soll endlich ein Konzept zur Bekämpfung des wilden Abstellens von E-Rollern in Bochum geben. Dafür hat sich eine große Ratsmehrheit auf Antrag der CDU-Fraktion und der Gruppe UWG: Freie Bürger ausgesprochen. Bleibt zu hoffen, dass es nun auch schnell geht mit dem Konzept …
Der Stadtrat hat beschlossen, gegen das wilde Abstellen von Leih-E-Scootern vorzugehen – und Bochum ein entsprechendes Konzept verordnet. Dieses könnte an das Modell angelehnt sein, das die Stadt Essen zusammen mit den dort operierenden Verleihfirmen entwickelt hat.
In Essen funktioniert das so: Das Stadtgebiet wurde in „Waben“ mit einer Kantenlänge von rund 300 Metern eingeteilt; pro Wabe sind zwei Abstellflächen für E-Roller vorgesehen, die durch Bodenmarkierungen und Verkehrszeichen kenntlich gemacht werden. Das unregulierte Abstellen ist nur noch in weniger frequentierten Bereichen möglich.
CDU und UWG: Freie Bürger im Rat hatten einen entsprechenden Antrag eingebracht, der auf große Sympathie stieß. „Ich denke, dass wir eine gute Lösung gefunden haben“, sagt der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Haardt. „Ich nutze die E-Scooter gelegentlich selbst, aber verkehrspolitisch ist das wilde Abstellen ein Ärgernis. Die CDU hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder für entsprechende Regulierungen eingesetzt. Nun werden wir sukzessive für mehr Sicherheit und Ordnung sorgen. Davon profitieren insbesondere auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen – oder solche, die einen Kinderwagen schieben.“
Die Abstellflächen sollen in den Apps der jeweiligen Anbieter angezeigt werden. Sogenanntes „Geofencing“ sorgt dafür, dass Nutzer die Fahrt nur dann offiziell beenden können, wenn die Roller in einer ausgewiesenen Zone abgestellt werden. In der Ratssitzung am Donnerstag im RuhrCongress stellte Christian Haardt für die CDU klar: „Es ist wichtig, dass es das Angebot der E-Scooter in Bochum gibt!“
Michael Ragsch