CDA Bochum: Schulwahl gerechter gestalten – Wohnortnähe bei Grundschulen stärker berücksichtigen

Die geplanten Änderungen im Anmeldeverfahren für weiterführende Schulen in Bochum werden von der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Bochum grundsätzlich begrüßt. Die Möglichkeit, eine Wunschschule,einen Zweitwunsch und die bevorzugte Schulform anzugeben, sei ein Schritt in die richtige Richtung – hin zu mehr Transparenz und Elternmitwirkung.

„Doch solange Kinder trotz kurzer Wege abgelehnt werden und Eltern auf das Losverfahren hoffen müssen, bleibt das Verfahren ungerecht“, erklärt Christian Herker, Vorsitzender der CDA Bochum.

„Bildung darf kein Glücksspiel sein. Jedes Kind hat das Recht auf einen wohnortnahen und gerechten Schulplatz – insbesondere im Grundschulalter, wo lange Schulwege für Kinder und Familien besonders belastend sind.“

Im vergangenen Jahr wurden 189 Kinder in Bochum nicht an ihrer Wunschschule aufgenommen. Besonders an stark nachgefragten Schulen kommt es regelmäßig zu Überhängen – die Folge sind Ablehnungen und das Losverfahren. Dieses sei für viele Familien nicht nachvollziehbar und werde der Lebensrealität in den Stadtteilen nicht gerecht.

Dr. Sascha Dewender, schulpolitischer Sprecher der CDU Bochum, betont: „Wir brauchen eine Schulpolitik mit Weitblick: gerecht, verlässlich und familiennah. Die Nähe zum Wohnort muss bei der Schulplatzvergabe

deutlich stärker berücksichtigt werden – gerade bei Grundschulen, wo kurze Wege entscheidend für den Alltag von Kindern und Eltern sind.“

Die CDA Bochum fordert, soziale Kriterien wie Wohnortnähe und besondere familiäre Belastungen konsequent in den Mittelpunkt der Schulplatzvergabe zu rücken. Darüber hinaus sei ein gezielter Ausbau der Schulkapazitäten notwendig – nicht nur punktuell, sondern auf Basis einer integrierten, sozial orientierten Schulentwicklungsplanung.

„Unser Ziel ist klar: Jedes Kind in Bochum soll ohne bürokratische Hürden einen wohnortnahen und passenden Schulplatz erhalten“, so Herker abschließend.

„Das ist eine Frage der Chancengleichheit – und der sozialen Verantwortung.“