CDU-Fraktion in der BV Mitte fordert mehr Tempo bei Nachpflanzungen von Straßenbäumen

Wohnquartiere aufwerten, Hitze begrenzen – Verwaltung bleibt hinter Notwendigem zurück

Stürme, Trockenheit und Baumaßnahmen haben in den vergangenen Jahren in vielen Bochumer Stadtteilen zu einem erheblichen Verlust von Straßenbäumen und Grünstrukturen in Parkanlagen geführt. In zahlreichen Fällen sind die Baumscheiben bis heute nicht nachgepflanzt worden. Stattdessen prägen verwilderte Flächen, provisorische Abdeckungen und Stolperfallen das Straßenbild.

„Die CDU hat in den vergangenen Jahren immer wieder Vorstöße zur Nachpflanzung von Bäumen und zur Instandsetzung abgängiger Hochbeete unternommen“, erklärt Susanne Dewender, CDU-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung Mitte. „Leider kommt die Verwaltung diesen notwendigen Maßnahmen nur unzureichend nach. Das spüren die Bürgerinnen und Bürger täglich, wenn sie uns auf den schlechten Zustand vieler Baumscheiben und Gehwege ansprechen.“

Gerade in dicht bebauten Quartieren seien Straßenbäume weit mehr als ein gestalterisches Element, betont Dewender: „Sie verbessern das Mikroklima, reduzieren Hitzeinseln im Sommer und steigern die Aufenthaltsqualität. Umso unverständlicher ist es, dass Nachpflanzungen häufig über Jahre ausbleiben.“

Auch das von der Stadt vorgestellte Stadtbaumkonzept reiche aus Sicht der CDU allein nicht aus. „Die angekündigte Neupflanzung von rund 650 Bäumen in den Jahren 2025 und 2026 klingt zunächst positiv“, so Dewender weiter. „In der Realität reicht diese Zahl jedoch kaum aus, um die gleichzeitig stattfindenden Abholzungen zu kompensieren. Von einem echten Aufwuchs des Baumbestands kann daher keine Rede sein.“

Vor diesem Hintergrund fordert die CDU in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Mitte (22.01.) weitere konkrete Maßnahmen: Entlang der Tippelsberger Straße (Hausnummern 2 bis 12) sollen neue Straßenbäume gepflanzt werden, zudem sollen die abgängigen Hochbeete und Baumscheiben auf der Jütenstraße in Goldhamme umfassend saniert werden. Hierfür will die CDU rund 30.000 Euro bereitstellen.

„Wir brauchen weniger Konzepte auf dem Papier und mehr sichtbare Verbesserungen vor Ort“, so Dewender abschließend. „Nachpflanzungen müssen zeitnah erfolgen – zum Nutzen der Anwohnerinnen und Anwohner und für ein klimaresilientes Bochum.“