Weniger Baustellenfrust: CDU will Bauzeiten verkürzen

Die CDU will – zusammen mit FDP-UWG: WAT und UWG Freie Bürger – erreichen, dass es an Bochums Baustellen auch durch bessere Koordination schneller geht. „Es gibt viele Möglichkeiten, diverse Baumaßnahmen in unserer Stadt zu beschleunigen“, erklärt CDU-Ratsfraktionschef Karsten Herlitz. „Wir fordern deswegen einen verbindlichen Maßnahmenkatalog und gehen mit einem entsprechenden Antrag in die Sitzung des Stadtrats am 12. November. Darin schlagen wir der Verwaltung verschiedene Maßnahmen zur Prüfung vor. Lange Bauzeiten und wiederholte Sperrungen belasten die Menschen in unserer Stadt. Wir wollen, dass notwendige Bauarbeiten so schnell und effizient wie möglich abgeschlossen werden, und zwar immer. Da lässt sich vieles optimieren, auch ohne große Mehrkosten und ohne zusätzliches Personal.“ Der verkehrspolitische Sprecher der Unionsfraktion Dr. Stefan Jox erklärt, was der CDU und den beiden Ratsgruppen vorschwebt: „Andere Kommunen zeigen uns, dass die flottere Abwicklung von Baumaßnahmen kein Hexenwerk ist. Mehrschichtbetrieb und das Arbeiten in den Abendstunden oder in der Nacht könnten im Einzelfall Wochen bis Monate einsparen. Wir sollten auch über Bonusregelungen nachdenken, wenn Arbeiten deutlich vor der vorgesehenen Deadline abgeschlossen sind.“

In bestimmten Fällen sollte auch die Vollsperrung von Straßen eine Option sein, so Karsten Herlitz: „Dies muss systematisch geprüft werden. Es kann zu einer Verkürzung der Gesamtbauzeit führen, die wir mit Teilsperrungen nicht hinkriegen. Natürlich darf die Geduld der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer nicht überstrapaziert werden.“ Auch eine bessere Abstimmung von unterschiedlichen Baumaßnahmen an derselben Stelle wünscht sich die CDU zusammen mit FDP-UWG: WAT und UWG Freie Bürger. „Man kann doch niemandem erklären, wenn dieselbe Straße innerhalb kürzester Zeit zweimal aufgerissen wird“, so Stefan Jox. „Wie man es nicht machen sollte, erleben wir gerade an der Wielandstraße. Diese wurde im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit der Veloroute 1 umfangreich umgebaut. Nun wird schon wieder über Monate gebuddelt, diesmal für Fernwärmeleitungen. Das lässt sich besser koordinieren. Und es kostet – nicht zuletzt Nerven!“