Hüpfverbot im Ruhrstadion: Jetzt werden weitere Tribünen überprüft
Nach dem „Hüpfverbot“ für die Ostkurve des Bochumer Ruhrstadions werden jetzt auch Messungen im Gästebereich und in allen Sitzplatzbereichen durchgeführt. Das erklärte der Geschäftsführer der Bochumer Sportstätten Besitzgesellschaft mbH (BoSB), Ralf Meyer, im Ausschuss für Planung und Grundstücke. Die CDU hatte kurzfristig eine Anfrage zum Thema eingereicht, nachdem das Thema zu erheblichen Diskussionen in der Öffentlichkeit geführt hat. „Es ist gut, dass jetzt sorgfältig jede Ecke überprüft wird. Es geht um die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher des Stadions anne Castroper. Und wenn die Tribünenstufen unter Belastung an sicherheitsrelevante Grenzen stoßen, kann man nicht vorsichtig genug sein. Wir begrüßen auch, dass Herr Meyer ausführlich über die Anfälligkeit des Betons berichtet hat. Die beste Nachricht ist, dass nach der Stadionsanierung die Ostkurve wie früher nutzbar sein soll – Hüpfen inklusive“, erklärt der planungspolitische Sprecher der CDU Stefan Klapperich.
Aktuell wird geprüft, ob gegebenenfalls die Sanierung der Ostkurve gegenüber der ursprünglichen Planung vorgezogen werden kann und sollte. Eine Klärung wird innerhalb der nächsten zwei Wochen erwartet. Ralf Meyer hatte im Ausschuss dargestellt, dass die Osttribüne ohne Hüpfbewegungen statisch stabil sei. „Ich war am Sonntag selbst im Stadion“, sagt CDU-Ratsherr Dr. Daniel Obitz, „und habe festgestellt, dass das Hüpfverbot prinzipiell beachtet wurde. Dennoch würde es wahrscheinlich Druck vom Kessel nehmen, wenn man die Ostkurve vorzieht. Inzwischen dürfte allen klar sein, dass die ursprüngliche Presseerklärung von BoSB und VfL mit dem Fokus auf einem möglichen Unwohlsein stadionungeübter Besucher ein wenig unglücklich war. Dass die Politik erst auf Nachfrage über die wirklichen Gründe des Hüpfverbots aufgeklärt wird, geht aber gar nicht. Das Ruhrstadion ist eine städtische Einrichtung.“