Dirk Schmidt, Ratsmitglied
Dirk Schmidt, Ratsmitglied
18.06.2015

Integrationsrat fordert Fortsetzung des städtischen Integrationsmonitoring Schmidt: Wir müssen wissen, wo wir bei der Integration stehen

Mit dem Beschluss eines Integrationskonzepts für die Stadt Bochum waren 2009 und 2010 auch statistische Zahlen vorgelegt worden. Daran sollte die Entwicklung der Integration in Bochum verfolgt werden. Der Integrationsrat hat in seiner Sitzung Anfang Juni beschlossen, dass die Erfassung der dafür notwendigen Zahlen wieder vorgenommen werden sollen. „Den Vertreter der CDU und des CDU-Forums Integration ist es unverständlich, weshalb die Daten in den letzten 5 Jahren nicht mehr seitens der Verwaltung vorgelegt worden“, erklärt Dirk Schmidt, integrationspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion.
 

Zu den Zahlen, die seinerzeit erhoben worden waren, gehörten zum Beispiel der Kindergartenbesuch und dessen Dauer bei Kindern mit und ohne Migrationshintergrund. „Der Kindergartenbesuch spielt eine erhebliche Rolle beim Erwerb der deutschen Sprache und für den späteren Bildungserfolg. Wir wollen wissen, ob es da in den letzten 5 Jahren Erfolge gab oder aber Handlungsbedarf besteht. Dafür benötigen wir aber von der Verwaltung wieder die Zahlen. Andere Zahlen sind zum Beispiel die Zahl der Einbürgerungen pro Jahr, die Quote an Empfängern von Sozialtransfers, Befunde bei der Schuleingangsuntersuchung und die Arbeitslosenquote nach Nationalität“, macht der CDU-Politiker die Notwendigkeit deutlich.
 
Bereits in der letzten Sitzung des Integrationsrats hat die CDU die Verwaltung gefragt, weshalb das Integrationsmonitoring eingestellt wurde. Eine Antwort steht noch aus.
 
Der Integrationsrat der Stadt Bochum hat 19 Mitglieder, davon wurden zehn direkt von den ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern gewählt. Dazu gehören zwei Mitglieder der Liste „CDU-Forum Integration“. Hinzu kommen drei Ratsmitglieder der CDU.

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