Dirk Schmidt, Ratsmitglied
Dirk Schmidt, Ratsmitglied
01.07.2015

Werbung für freiwillige Biotonne ist ein großer Erfolg - Hohe Qualität des Bioabfalls nur bei Freiwilligkeit

In der letzten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung berich-tete Dr. Zisowski, Geschäftsführer der USB Bochum GmbH, über die ersten fünf-zehn Monate der Bewerbung der Biotonne. Diesen Weg hatte der Rat gegen die Forderungen der Grünen gewählt, die sich für einen Anschluss- und Benutzungszwang aussprechen.Im Vergleich einer vorherigen 15monatigen Vergleichsphase, in der die braune Tonne nicht beworben wurde, hat sich eine deutliche Steigerung ergeben. Hatten sich zuvor gerade mal 55 Haushalte für die Biotonne entschieden, so sind es heute bereits fast 1.000 Haushalte.
 

Hierzu Ratsmitglied Dirk Schmidt (CDU), Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung und Vertreter der Stadt Bochum beim Abfallwirtschaftsverband EKOCity: „Der hohe Zuwachs bei der Biotonne bestärkt uns, dass eine Zwangstonne weder die richtige Lösung hinsichtlich der Zielvorgabe der Landesregierung für die Menge an erfasstem Bioabfall ist, noch die Bürger sonderlich motiviert, daran mitzuwirken. Ein Zwang führt zu Ärger und Fehlwürfen. Die Maßnahmen des USB zur Erfassung von Grünschnitt sind vorbildlich, ebenso die Öffentlichkeitsarbeit. Diese wird zudem stetig optimiert. Daher kann zu Recht gehofft werden, dass die erfasste Menge weiter steigt. Laut USB liegt sie derzeit bei 50 kg pro Jahr und Einwohner, was bereits sehr gut ist.“ Angestrebt werden im derzeit beratenen Abfallwirtschaftsplan des Landes 90 kg als Ziel in Ballungsräumen wie Bochum.
 
„Ich bin begeistert von diesem Erfolg der Öffentlichkeitsarbeit der USB GmbH und hoffe, dass sich dies bis zum nächsten Bericht im Dezember dieses Jahres fortsetzt. Zugleich hoffe ich, dass die grüne Ratsfraktion Abstand davon nimmt, die Biotonne zwangsweise, flächendeckend einzuführen. Denn in einigen Stadtteilen haben die Bürger keinen Platz, um eine weitere Tonne aufzustellen. Außerdem zeigt die Umfrage des USB, dass die Biotonne bei älteren Bürgern weniger akzeptiert ist“, schließt Dirk Schmidt.

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