11.09.2015

Integrationskurse werden für Asylbewerber geöffnet

„Die Bundesregierung wird die Integrationskurse für Asylbewerber und geduldete Flüchtlinge öffnen“, über diese Vereinbarung des Koalitionsausschusses freut sich Alexandre Ndjeng-Biyouha. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Integrationsrates in Bochum. 
 

Dieser hatte sich in seiner letzten Sitzung intensiv mit den Integrationskursen befasst. Hierzu waren je ein Vertreter des Bundesamts für Migration- und Flüchtlinge (BAMF) und der Volkshochschule Bochum erschienen. Diese berichteten auch vom Arbeitskreis der elf Bochumer Träger von Integrationskursen. Diese bestehen aus einem Sprachkurs, der zum Sprachniveau B1 führen soll und einem Orientierungskurs zum Leben in Deutschland. Die Berechtigten bzw. Verpflichteten zahlen dabei 1 Euro je Unterrichtsstunde, der um 1 Euro aus Bundesmitteln ergänzt wird. 
 
In der Sitzung konnte herausgearbeitet werden, wo die Probleme der Beschulung von Flüchtlingen in Integrationskursen liegen, die noch keinen Aufenthaltstitel haben. Die kostenlose bzw. ermäßigte Teilnahme an Integrationskursen ist für diese Personen nicht möglich, da sie zur Teilnahme weder gesetzlich verpflichtet noch berechtigt sind. Das betrifft die stetig größer werdende Gruppe von Flüchtlingen ohne Aufenthaltstitel. 
 
Es gibt dennoch eine Reihe von Flüchtlingen, die den Betrag von 2 Euro je Stunde freiwillig aus ihren geringen Mitteln aufbringen, was ein Zeichen für ihre große Motivation ist.
 
Angesichts der großen Zahl an Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen, und dem damit verbundenen großen Bedarf an Sprachkursen, passt diese Regelung nicht ins Bild. 
 
Die Mitglieder der CDU-Ratsfraktion im Integrationsrat hatten sich im Anschluss dazu schriftlich an die Bochumer MdB’s von SPD und CDU gewandt. Der nun erfolgte Beschluss des Koalitionsausschusses ist damit für die Bochumer Politiker sehr richtig und bestätigt die eigenen Vorstellungen.

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