06.01.2017

CDU zweifelt an der Sinnhaftigkeit einer eigenen Schafherde des FZK - Beweiden hat sich im Kampf gegen den Riesenbärenklau bewährt

"Die Ausbreitung des Riesenbärenklaus entlang der Ruhr ist ein Problem. Das gilt gerade auch für Spaziergänger und alle Nutzer des Kemnader Sees. Die Bekämpfung mit einer Schafherde war erfolgreich, daher habe ich wenig Verständnis, dass die großflächige Bekämpfung jetzt mit Mähmaschine erfolgen soll", erklärt Dirk Schmidt, Mitglied des Umweltausschusses der Stadt Bochum. 10 Jahre lang hat er selber die Stadt Bochum im Aufsichtsrat der Freizeitgesellschaft Kemnade GmbH vertreten.
 

Statt der 500 Schafe des Schafzüchters Wilfried Münstermann, will die Freizeitgesellschaft zukünftig auf eine eigene Herde von 20 Schafen setzen. "Es ist wirklich fraglich, ob Schafe auch in der gesamten Fläche des Geländes um den See nicht landschaftlich und ökologisch besser geeignet sind als Mähmaschinen. Zur Bekämpfung des Riesenbärenklaus ist es auch notwendig, mehrmals zu mähen und einen bestimmten Rhythmus einzuhalten. Das Fachwissen um Schafhaltung und Bekämpfung invasiver Pflanzen jetzt neu bei der Freizeitgesellschaft aufzubauen ergibt in meinen Augen wenig Sinn", so Ratsmitglied Marcus Stawars (CDU).
 
"Probleme mit Dreck von Schafen oder Wildgänsen ließen sich über das vorgese-hene 'Schafhandy' auch regeln, wenn die Gesellschaft nicht Halter einer eigenen Herde würde. Besser an Bewährtem festhalten", so Marcus Stawars abschließend.
 
Der Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude, ist eine invasive Pflanze. Die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Pflanze verdrängt heimische Arten und birgt gesundheitliche Gefahren. Bei einer Berührung mit dem Pflanzensaft und feinen Nesselhaaren - ähnlich der bekannten Brennnesseln - kann es zu Hautreizungen, Rötung und sogar Verbrennungen kommen. Bei kleinen Kindern kann das sogar lebensbedrohlich sein.

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