
Das war und ist die Kernbotschaft des Bochumer CDU-Kreisvorsitzenden Dr. Christoph Konrad. Dies ist auch die Quintessenz des neuen Wahlrechts, dass jedem Bürger bei der Landtagswahl zwei Stimmen gibt. Mit der Erststimme wird gewählt, wer den Wahlkreis im Landtag vertritt. Mit der Zweitstimme wird die Partei gewählt, die die Mehrheit im Landtag erhalten soll und damit die Landesregierung bildet. Die Landtagswahl läuft daher nach dem gleichen Schema wie die Bundestagswahl ab.
Bei der letzten Landtagswahl zog die Landesreserveliste der CDU überhaupt nicht. Das lag daran, dass die CDU die überwiegende Zahl der Direktmandate gewann. Allerdings stellte sich die Situation im Ruhrgebiet andersherum dar: Hier kamen die Kandidaten der CDU erst durch das Nachrückverfahren, nachdem persönlichen Verzicht einzelner direkt gewählter. Aus 3 Abgeordneten der CDU am Wahlabend wurden inzwischen 7. Zuletzt waren die Dortmunder Abgeordnete Claudia Middendorf und der Essener Bürgermeister Franz-Josef Britz nachgerückt.
Trotz aller Unkenrufe und anderer Umfragen wird Schwarz-Gelb in Düsseldorf die Wahl gewinnen. Für die CDU ist wieder mit Überhangmandaten zu rechnen. Daher spielt es keine Rolle, ob ein Kandidat auf der Landesliste Nummer 10 oder Nummer 100 ist. Sie sind beide nur gewählt, wenn sie ihren Wahlkreis direkt holen. Das gilt auch für die drei Bochumer Kandidaten, die sich auf der Landesreserveliste ab Nummer 55 finden.
Wer also Gebaren und Politik der SPD in Bochum ablehnt - und dafür gibt es hinreichend Anlass -, der ist aufgefordert einen Bochumer CDU-Landtagsabgeordneten mit der Erststimme zu wählen. Nur das spüren die Genossen auch hier Vorort. Und auch FDP-Wähler sind aufgefordert, ihre Erststimme gezielt den CDU-Kandidaten als den aussichtsreicheren Kandidaten im bürgerlichen Lager zu geben. Eine umgekehrte Leihstimme also.
Bei der gezielten Werbung um zusätzliche Erststimmen kann auch auf die Abstände zur SPD verwiesen werden, die sich bereits bei der letzten Landtagswahl mit Stimmgewinnen für die CDU reduziert haben. Bei der Bundestagswahl verlor die SPD (Bochum I) zweistellig bei den Prozentanteile. Die CDU will dies mit Gewinnen für sich fortsetzen, denn die Politik von Rot-Grün in Bochum zeigt, dass diese Parteien auch keine Lösung für Düsseldorf sind.
Die Botschaft mit der gezielten Werbung um die Erststimmen ist recht einfach, die Begründung etwas schwieriger. Mancher will sie aber sicher auch nicht verstehen.